10 Jahre Böllerschützen Jandelsbrunn

Im Rahmen des 52. Jandelsbrunner Dorffestes fand das 10. Gau-Böllertreffen des Schützengaus Wolfstein statt. Anlass war zugleich das zehnjährige Bestehen der Böllergruppe der Dreisesselschützen Jandelsbrunn. Zahlreiche Böllerschützinnen und Böllerschützen aus dem Gaugebiet waren der Einladung gefolgt und trafen sich am Vormittag im Festzelt, bevor es später gemeinsam zum Schießplatz ging.

Die offizielle Begrüßung nahm der Jandelsbrunner Böllermeister Robert Peller vor. Sein besonderer Gruß galt dem Jandelsbrunner Bürgermeister Roland Freund, den anwesenden Gemeinderäten, Gau-Böllerreferent Herbert Heidinger, Gau-Ehrenmitglied Alfred Fesl, Schützenmeisterin Margit Rosenberger sowie den Ehrenschützenmeistern Max Höpfl und Georg Bauer. Peller dankte zugleich allen, die zur Vorbereitung und Durchführung des Treffens beigetragen hatten. Besonders hob er dabei den Gau-Böllerreferenten Herbert Heidinger und die erste Vorständin der Dreisesselschützen Jandelsbrunn, Margit Rosenberger, hervor, die maßgeblich dazu beigetragen hatten, dass das Treffen organisatorisch vorbereitet und erfolgreich umgesetzt werden konnte.

In seiner Ansprache ging Peller auch auf die Geschichte des Böllerschießens ein. Das Brauchtum reicht bis in das ausgehende 15. Jahrhundert zurück und ist seit Jahrhunderten im gesamten deutschsprachigen Raum verbreitet. Früher wurde geböllert, um böse Geister und Dämonen zu vertreiben, das Wetter günstig zu stimmen oder die Natur zu erwecken. Ebenso war das Böllern Ausdruck von Lebensfreude bei Taufen, Geburtstagen und Hochzeiten. Auch als besonderer Achtungserweis bei Besuchen von Herrschern und Königen sowie zur Warnung bei Feuer, Krieg oder anderen Gefahren hatte das Böllerschießen seinen festen Platz

Peller machte deutlich, dass diese Tradition heute mit großer Verantwortung verbunden ist. Damit das Böllerschießen keine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellt, müssen Böllerschützen die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten besitzen. Dazu gehören der vorschriftsmäßige Erwerb, das Verbringen, die Aufbewahrung, die Verwendung und die Vernichtung von Böllerpulver. Diese Kenntnisse müssen in einer Prüfung vor dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt nachgewiesen werden. Zum Einsatz kommen heute vor allem Hand- und Schaftböller, Standböller sowie Böllerkanonen

Beim Gau-Böllertreffen in Jandelsbrunn waren zahlreiche Vereine vertreten: Freischütz Schiefweg, FSG Freyung, Hubertus Böhmzwiesel, SK Sonndorf, die Hessensteinschützen Klingenbrunn, die Sportschützen Ruderting, die Böllerschützen Haus im Wald, Hauzenberg, Straßkirchen sowie Tannenzapfen Zeitlstadt.

Nach der Begrüßung folgte die Besprechung der Böllermeister. Dabei wurden die Anweisungen für das anschließende Böllerschießen ausgegeben.

Danach stellten sich die Vereine zum Festzug auf und marschierten gemeinsam zum Schießplatz. Dort wurden die Böllerschützen bereits von zahlreichen Zuschauern erwartet, die das traditionelle Schießen mit großem Interesse verfolgten. Abgegeben wurden fünf Schussfolgen: langsames Reihenfeuer, schnelles Reihenfeuer, Doppelschlag, versetztes Reihenfeuer und Salut.
Für einen sicheren Ablauf sorgten neben den Verantwortlichen der Böllerschützen auch die Freiwillige Feuerwehr und das Bayerische Rote Kreuz.

Im Anschluss kehrten die Teilnehmer ins Festzelt zurück, wo das Mittagessen eingenommen wurde. In geselliger Runde klang das Gau-Böllertreffen aus.

Für die musikalische Begleitung sorgten die „Müller Buam“, die mit traditioneller Musik aus der Region zur festlichen Stimmung im Festzelt beitrugen.

 

Beitrag von Alfred Lichtenauer

Pressebericht des Gauböllertreffen 2026:

PNP-Ausgabe Waldkirchen vom 20.05.2026